Bestimmt warst du auch schon mal betroffen – von Abgeschlagenheit und Müdigkeit, Schmerzen oder geröteten Stellen – ob bei einer Erkältung, einem Unfall oder länger anhaltende Beschwerden, beispielsweise im Rücken. Entzündliche Prozesse spielen bei sehr vielen Erkrankungen eine Rolle, insbesondere Autoimmunerkrankungen münden fast immer in einer chronischen Entzündung

Viele Entzündungen lassen sich jedoch mildern und sogar verhindern, und zwar durch die Ernährung und den Lebensstil. Hierbei gilt es insbesondere bei Menschen, die oft mit Entzündungen zu kämpfen haben, bestimmte Lebensmittel zu meiden: Fleischprodukte, Weizen und Süßigkeiten enthalten entzündungsfördernde Inhaltsstoffe.

Neben bestimmten Lebensmitteln, die es zu meiden gilt, kann die richtige Ernährung auch dazu beitragen, durch entzündungshemmende Lebensmittel schon vorhandene Entzündungen einzudämmen. Die grundsätzliche Empfehlung sind täglich drei Hände Gemüse, ein bis zwei Hände Obst (am besten zuckerarm) sowie Nüsse und Samen

Gemüse, Obst, Nüsse und Samen enthalten jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe, welche entzündungshemmend wirken: Flavonoide, Carotinoide und Anthocyane. Besonders reich an sekundären Pflanzenstoffen sind Brokkoli, Spinat, Portulak, Kurkuma, Ingwer, Chili und Fisch. Letztere können Entzündungen durch die enthaltene Omega-3-Fettsäuren mildern und wirken besonders bei rheumatischen Erkrankungen gut.

Die Grundlage einer entzündungshemmenden Ernährung besteht also aus Gemüse, Obst, Gewürzen, guten Fetten, Nüssen und Kräutern.

Wenn du gut mit sekundären Pflanzenstoffen versorgt bist, fühlst du dich fit und gesund und bist auch psychisch ausgeglichen und entspannt. Leider sieht die Realität bei dem Großteil der Bevölkerung anders aus: Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und andere chronische Entzündungen sind auf dem Vormarsch. Und die Zukunftsprognose sieht sehr düster aus: Allein bis zum Jahr  2050 wird ein Anstieg der Krankheit Demenz um rund 113 Prozent erwartet. Ein übermäßiger Verzehr von fett- und zuckerreichen Lebensmitteln sowie tierischen Produkten (insbesondere Fleisch- und Milchprodukte) trägt zu einem höheren Risiko bei, an den sogenannten Zivilisationskrankheiten zu erkranken.

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Was sind Zivilisationskrankheiten?

Als Zivilisationskrankheiten werden Krankheiten bezeichnet, deren Häufigkeit einen sehr warscheinlichen Zusammenhang mit den Lebensgewohnheiten und – verhältnissen haben, wie sie in Industrieländern vorherrschen. 

Zivilisationskrankheiten werden durch einen ungesunden Lebensstil verursacht, darunter zählen Überernährung und Bewegungsarmut. 

Diese Krankheiten zählen zu den Zivilisationskrankheiten:

  Entzündungshemmende Lebensmittel – Gemüse 

TomatenTomaten enthalten Lycopin (ein antioxidativ wirkendes Carotinoid) -> beugt u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen effektiv vor. Der Gehalt an Lycopin in Tomaten ist in hochkonzentriertem Tomatenmark und Tomatensaucen am höchsten.
SpinatSpinat ist reich an Antioxidantien wie Lutein und Zeaxanthin und enthält zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine. Der Pflanzenfarbstoff Chlorophyll unterstützt die Leber dabei, entzündungsfördernde Schwermetalle und Umweltgifte auszuleiten.
GrünkohlGrünkohl ist ebenfalls ist reich an Antioxidantien und enthält viele Mineralstoffe und Vitamine. Der Pflanzenfarbstoff Chlorophyll unterstützt die Leber dabei, entzündungsfördernde Schwermetalle und Umweltgifte auszuleiten.
MangoldReich an Antioxidantien und enthält viele Mineralstoffe und Vitamine. Der Pflanzenfarbstoff Chlorophyll unterstützt die Leber dabei, entzündungsfördernde Schwermetalle und Umweltgifte auszuleiten.
PortulakReich an Antioxidantien und enthält viele Mineralstoffe und Vitamine.
ZwiebelnZwiebeln enthalten viel des sekundären Pflanzenstoffes namens Allicin. Dieser ist für seine blutzuckerregulierende, blutdruck- und cholesterinsenkende Wirkung bekannt.
KnoblauchAuch Knoblauch besitzt viel Allicin. Dieser ist für seine blutzuckerregulierende, blutdruck- und cholesterinsenkende Wirkung bekannt.
LauchAuch Lauch  besitzt viel Allicin. Dieser ist für seine blutzuckerregulierende, blutdruck- und cholesterinsenkende Wirkung bekannt.
KürbisEnthält viele Carotinoide (gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen). Carotinoide schützt die Knochengesundheit und verfügen über einen hohen Gehalt an zellschützenden Substanzen. Vor allem bei Arthritis sollen die entzündungshemmenden Stoffe Wirkung zeigen. 
SüßkartoffelnEnthält viele Carotinoide (gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen). Carotinoide schützt die Knochengesundheit und verfügen über einen hohen Gehalt an zellschützenden Substanzen. Vor allem bei Arthritis sollen die entzündungshemmenden Stoffe Wirkung zeigen. 
MöhrenEnthält viele Carotinoide (gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen). Carotinoide schützt die Knochengesundheit und verfügen über einen hohen Gehalt an zellschützenden Substanzen. Vor allem bei Arthritis sollen die entzündungshemmenden Stoffe Wirkung zeigen. 
BrokkoliBrokkoli gehört zur Familie der Kreuzblütler. Sie enthalten das sogenannte Sulforaphan – ein Senföl, dem krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben wird. Senföle wirken außerdem nicht nur gegen Entzündungen, sie haben auch einen positiven Effekt auf den Zuckerstoffwechsel und können u.a. Diabetes vorbeugen.
BlumenkohlBlumenkohl enthält ebenfalls Sulforaphan, ein zellschützendes und entzündungshemmendes Senföl.
KohlrabiKohlrabi enthält ebenfalls Sulforaphan, ein zellschützendes und entzündungshemmendes Senföl.
RucolaRucola enthält ebenfalls Sulforaphan, ein zellschützendes und entzündungshemmendes Senföl.
Grünkohl, RotkohlGründkohl und Rotkohl enthalten ebenfalls Sulforaphan, ein zellschützendes und entzündungshemmendes Senföl.
KresseKresse enthält ebenfalls Sulforaphan, ein zellschützendes und entzündungshemmendes Senföl.
RadieschenRadieschen enthalten ebenfalls Sulforaphan, ein zellschützendes und entzündungshemmendes Senföl.
MerrettichMeereetich enthält ebenfalls Sulforaphan, ein zellschützendes und entzündungshemmendes Senföl.

 

TIPP: Senföle bilden sich jedoch erst, wenn du Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl und die anderen Vertreter der Gruppe anschneidest. Danach solltest du sie für mindestens 30 bis 45 Minuten ruhen lassen. Anschließend kannst du das Gemüse wie gewohnt weiterverarbeiten. Die Senföle bleiben beim Kochen fast vollständig enthalten. 

Entzündungshemmende Lebensmittel – Obst

 

BlaubeerenBlaubeeren enthalten Anthocyane, welche den Blaubeeren ihre intensive Farbe geben und Entzündungen effektiv hemmen. Die Antioxidantien  fangen freie Radikale ab, stoppen oxidative Prozesse und schützen die Zellen. 
HimbeerenHimbeeren enthalten viele Antioxidantien, vor allem Flavonoide, aber auch Vitamin C und Carotinoide. Flavonoide sollen sich bei Entzündungen im Bereich der Lunge besonders günstig auswirken. Die Anthocyane (sekundäre Pflanzenstoffe), wirken nachweislich antooxidativ und schützen die Zellen.
ErdbeerenAuch Erdbeeren enthalten viele Antioxidantien, Flavonoide, Vitamin C und Carotinoide. Die Anthocyane (sekundäre Pflanzenstoffe), wirken nachweislich antooxidativ und schützen die Zellen.
StachelbeerenStachelbeeren enthalten viele Antioxidantien, Flavonoide, Vitamin C und Carotinoide. Die Anthocyane (sekundäre Pflanzenstoffe), wirken nachweislich antooxidativ und schützen die Zellen.
Rote und schwarze JohannisbeerenJohannisbeeren enthalten viele Antioxidantien, Flavonoide, Vitamin C und Carotinoide. Die Anthocyane (sekundäre Pflanzenstoffe), wirken nachweislich antooxidativ und schützen die Zellen.
BrombeerenAuch Brombeeren enthalten viele Antioxidantien, Flavonoide, Vitamin C und Carotinoide. Die Anthocyane (sekundäre Pflanzenstoffe), wirken nachweislich antooxidativ und schützen die Zellen.
AroniabeerenAuch in der Aroniabeere sind Anthocyane in großer Menge vorhanden. Ein Shot jeden Tag (zu kaufen u.a. im Reformhaus) lässt Entzündungen kaum eine Chance. 
OrangenOrangen enthalten viel Vitamin C und Vitamin E.  Gemeinsam halten die Vitamine gesundheitsschädliche Stoffe fern und lassen Entzündungen schneller abklingen.
ZitronenZitronen enthalten ebenfalls  viel Vitamin C und Vitamin E, welche echte Radikalfänger sind. 
Limetten

Auch Limetten enthalten viel Vitamin C und E. 

 

MandarinenWie alle anderen Zitrusfrüchte sind auch in Mandarinen viel Vitamin C und E enthalten. 
GrapefruitsGrapefruits enthalten viel Vitamin C und Vitamin E.  Gemeinsam halten die Vitamine gesundheitsschädliche Stoffe fern und lassen Entzündungen schneller abklingen.
GranatapfelAuch Granatäpfel enthalten viel Vitamin C und Vitamin E.  Gemeinsam halten die Vitamine gesundheitsschädliche Stoffe fern und lassen Entzündungen schneller abklingen.

 

TIPP: Gefrorene Beeren (möglichst in Bioqualität) sind eine sehr gute Alternative zu frischen Beeren und versorgen dich auch in Herbst- und Wintermonaten mit den wichtigen Radikalfängern und Antioxidantien!

Entzündungshemmende Lebensmittel – Probiotische Lebensmittel

JoghurtDie probiotischen Bakterien im Joghurt unterstützen das Gleichgewicht der Darmflora und beugen Entzündungen vor. Es gibt sogar extra probiotischen Joghurt zu kaufen, welcher extra viele der guten Bakterien enthält.
Kefir, ButtermilchKefit und Buttermilch enthalten ebenfalls probiotische Bakterien, die für eine gesunde Darmflora sorgen. 
SauerkrautAuch Sauerkraut zählt zu einer guten Quelle für probiotische Bakterien. 
Eingelegtes GemüseAllgemein enthält eingelegtes Gemüse viele probiotische Bakterien, welche für eine gesunde Darmflora sorgen. 
KimchiKimchi enthält ebenfalls probiotische Bakterien. 
KombuchaAuch Kombucha enthält probiotische Bakterien für eine gesunde Darmflora und gegen Entzündungen. 

Entzündungshemmende Lebensmittel – Omega-3-Fettsäuren

LachsFetter Seefisch wie Lachs enthält Selen, Magnesium, viele Vitamine sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren (insbesondere Omega-3-Fettsäuren) und wirkt dadurch entzündungshemmend.
MakreleMakrele enthält Selen, Magnesium, viele Vitamine sowie Omega-3-Fettsäuren und wirkt dadurch entzündungshemmend.
HeringAuch Hering enthält Selen, Magnesium, viele Vitamine sowie Omega-3-Fettsäuren und wirkt dadurch entzündungshemmend.
ThunfischThunfisch enthält ebenfalls viele Omega-3-Fettsäuren udn wirkt dadurch entzündungshemmend.
SardinenAuch Sardinen enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, welche entzündungshemmend wirken.
LeinölLeinöl hat unter allen Ölen das beste Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren (entzündungshemmend) zu Omega-6-Fettsäuren (entzündungsfördernd) und wirkt Entzündungen sehr effektiv entgegen.
WalnüsseWalnüsse wirken entzündungshemmend durch Vitamin E, B-Vitamine, Mineralstoffe und essenzielle Fettsäuren.
AvocadoAuch Avocados punkten mit viel Omega-3-Fettsäuren. Untersuchungen zufolge sind entzündliche Prozesse und damit einhergehende Erkrankungen  auf ein gestörtes Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren zurückzuführen.
Samen, KerneNeben den vielen Ballaststoffen enthalten Samen und Kerne Mineralien wie Magnesium, Zink und Selen mit antioxidativer Wirkung. Des Weiteren besitzen sie einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und wirken entzündungshemmend.

 

TIPP: Leinöl darf nicht erhitzt werden! Am besten bewahrst du es im Kühlschrank und an einem dunklen Ort auf. Am besten schmeckt es, wenn du es gut dosiert über den Salat gibst oder auch in Frühstücksbrei einrührst.

Entzündungshemmende Lebensmittel – Gewürze

 

IngwerIngwer ist in der traditionellen chinesischen Medizin mit seinen ätherischen Ölen als besonders schmerzlindernd und entzündungshemmend bekannt. Des Weiteren wirkt Ingwer verdauungsfördernd und gut gegen Übelkeit.
KurkumaKurkuma ist reich an ätherischen Ölen, welche entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen. Besonders der gelbe Farbstoff, das Curcumin, soll Entzündungen bei Erkrankungen mildern, bspw. bei Arthrose oder Schuppenflechte. Außerdem soll Kurkuma krebshemmend sein.
ChiliAuch Chili ist reich an ätherischen Ölen, welche entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen.
FenchelFenchel besitzt ebenfalls ätherische Öle, die entzündungshemmend wirken.

Diese Lebensmittel lösen Entzündungen aus

 

Schon der Philosoph Ludwig Feuerbach hat erkannt: „Du bist, was du isst!“. In diesem vermeintlich harmlosen Satz steckt sehr viel Wahrheit. Denn durch unsere Ernährungsweise können wir uns nicht nur gesund essen, sondern auch krank essen. Hinter vielen Krankheiten steckt eine falsche Ernährung, die die Erkrankung begünstigen oder sogar auslösen kann. Besonders bei Autoimmunerkrankungen und chronischen Krankheiten lohnt es sich, die eigene Ernährung auf den Prüfstand zu stellen.

Denn die gute Nachricht ist: Du kannst selbst beeinflussen, was du täglich über die Nahrung zu dir nimmst! Jeden Tag kannst du aufs Neue die bewusste Entscheidung treffen, deinem Körper etwas Gutes zu tun und ihm durch Nahrungsmittel die Vitamine, Mineralien und so. zuzuführen, die er benötigt und dich damit fit und gesund zu halten.

Nachdem du weiter oben schon lesen konntest, welche Lebensmittel Entzündungen mildern und vorbeugen können, erfährst du in den folgenden Absätzen, welche Lebensmittel Entzündungen fördern und deinen Körper somit auf lange Sicht krank machen können.

 

Entzündungsfördernde Lebensmittel – Fleischprodukte 

Lebensmittel tierischer Herkunft, insbesondere bestimmte Fleischprodukte, lösen im Körper besonders oft Entzündungen aus. Dafür ist vor allem eine Omega-6-Fettsäure verantwortlich, die sogenannte Arachidonsäure. Diese zählt zu den ungesättigten Fettsäuren und findet sich ausschließlich in tierischen Produkten. 

Wenn du Fleischprodukte oder Wurst isst, produziert der Körper aufgrund der erhöhten Aufnahme von Arachidonsäure entzündungsfördernde Botenstoffe. In rotem Fleisch, also in Schweinefleisch und Rindfleisch, ist der Gehalt an Arachidonsäure am höchsten!

Des Weiteren werden tierische Produkte vom Körper sauer verstoffwechselt. Dabei entstehen Abfallstoffe, die sich im Bindegewebe anlagern. Dazu kommt, dass die Medikamente aus der Massentierhaltung vom Körper aufgenommen werden, was Resistenzen gegen Antibiotika fördert (das bedeutet, dass der Körper gegen bestimmte Medikamente resistent wird und diese dir bei einer Erkrankung nicht mehr helfen können). Der Körper befindet sich irgendwann in einem ständigen Abwehr-Modus. Die Folgen machen sich nur schleichend bemerkbar und oft wird die Ursache einer Erkrankung gar nicht in der Ernährung erkannt!

Durch übermäßigen Fleischkonsum ist der Körper ab einem gewissen Zeitpunkt übersäuert, der Säure-Basen-Haushalt ist also nicht mehr ausgeglichen. Wenn der Organismus übersäuert ist neigt er zu Entzündungen, chronischen Schmerzen (beispielsweise Rheuma) und zu viel Bauchfett. Insbesondere das viszerale („schlechte“) Bauchfett kann gefährlich werden, da sich in dem Fettgewebe Substanzen bilden, die bestimmte Stoffwechselprozesse beeinflussen können. Unter anderem können durch Botenstoffe eine Insulinresistenz sowie chronische Entzündungsprozesse ausgelöst und verstärkt werden. 

Der Körper ist nicht mehr in der Lage, den Stoffwechsel zu kontrollieren und wird dadurch sehr anfällig für Infektionen. Bei einigen zeigt sich das in häufig auftretenden Erkältungen, die später in schwer behandelbare Erkrankungen münden.  

Studien zeigen, dass insbesondere Krankheiten wie Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mit einem erhöhten Verzehr von Fleisch zusammenhängen. Neben der Omega-6-Fettsäure ist dafür auch der hohe Fettgehalt und das tierische Eiweiß in den Fleisch- und Wurstwaren dafür verantwortlich. 

Daher gibt es die Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), dass in der Woche nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch verzehrt werden sollte. Derzeit  vertilgt jeder Deutsche pro Woche durchschnittlich mehr als das Doppelte, rund 1,15 kg Fleisch. Hierbei ist es günstig, eher weißes Fleisch (Huhn, Pute) zu wählen. Gleichzeitig betont die DGE auch, dass durch den Verzehr von Fleisch lebenswichtige Nährstoffe aufgenommen werden können. 

Die Folgen eines erhöhten Fleischkonsums sprechen für sich: Wer jeden Tag mehr als 100 Gramm Fleisch zu sich nimmt, erhöht sein Risiko für Herzerkrankungen um 150 Prozent. Und wer täglich 100 Gramm rotes Fleisch zu sich nimmt (Schwein, Rind, Lamm) steigert das Darmkrebsrisiko um ganze 50 Prozent. Wenn es sich um täglich 100 Gramm Wurst handelt, steigt das Darmkrebsrisiko sogar um 70 Prozent

Aufgrund dieser gesundheitlich schädigenden Folgen kann es ratsam sein, in der Woche zwei oder drei fleischlose Tage einzulegen, um die Referenzwerte nicht zu übersteigen. 

Entzündungsfördernde Lebensmittel – Milchprodukte

 

Der Verzehr von Milch selbst, aber auch von Milchprodukten wie Käse, Quark, Joghurt und Speiseeis ist seit einigen Jahren höchst umstritten. Während sich Milch-Befürworter darauf berufen, dass Milchprodukte viel Kalzium enthalten, welches gut für die Knochengesundheit ist, sehen Milch-Gegner die Gefahr in den artfremden Kuh-Hormonen, welches unter anderem Akne und andere Hautkrankheiten fördern kann. Außerdem bildet sich durch den Verzehr von Milchprodukten vermehrt Insulin, was eine entzündungsfördernde Wirkung auf die Haut hat. 

Dass der Verzehr von Milchprodukten sich auf das Hormonsystem des Menschen auswirkt, sieht man durch die Aktivierung des sogenannten mTORC1, welches bei der Regulierung des Stoffwechsels eine wichtige Rolle spielt. Sobald eine Hyperaktivität des Eiweiß-Komplexes mTORC1 vorliegt, kann das Risiko für verschiedene Krankheiten, darunter Aknte, Diabetes, Krebs und Epilepsie, erhöht werden.

Laut Professor und Dermatologe Bodo Melnik führen die Hormone in Kuhmilch zu genetischen Veränderungen und vermehrtem Zellwachstum im menschlichen Körper, da die hormonellen Botenstoffe der Milch ursprünglich dazu gedacht sind, in kurzer Zeit ein enormes Wachstum für heranwachsende Kälbchen zu ermöglichen. Diese Hormone richten im menschlichen Körper jedoch nur Schaden an. 

Da Milch außerdem schleimbildend wirkt und für viele Menschen schlecht verdaulich ist, kann der Körper Abwehrreaktionen zeigen und Entzündungen bilden, die sich beispielsweise in häufigen Erkältungen oder Nasennebenhöhlen-Entzündungen äußern. Solltest du öfter an diesen Krankheiten leiden, kann es hilfreich sein, weniger Milchprodukte zu essen.

Wie schon erwähnt berufen sich Milch-Befürworter auf den hohen Kalzium-Gehalt in Milch, welcher gut für die Gesundheit der Knochen sein soll. Die Harvard School of Public Health hat in einer Studie jedoch herausgefunden, dass die tierischen Proteine in der Milch zu einer Übersäuerung im Körper und Blut führen können. Um die Übersäuerung zu neutralisieren benötigt der Körper wiederum Kalzium, welches er aus den Knochen entnimmt. Dies wirkt sich negativ auf die Knochen aus. Zusätzlich soll der in der Milch enthaltende Einfachzucker Galactose entzündungsfördernd sein.

Wenn du gerne Milch, Käse und co. isst, gibt es viele andere Alternativen, die ohne Kuhmilch auskommen: Vegane Joghurts, Hafermilch, Sojamilch, Mandelmilch, Reismilch und viele weitere. Mittlerweile ist jeder Supermarkt mit Milch-Alternativen ausgestattet, sodass es nicht schwierig ist, Ersatzprodukte zu finden.

 

Entzündungsfördernde Lebensmittel – Fertigprodukte

 

Nicht nur tierische Produkte können zu einer Übersäuerung des Körpers führen. Auch Fertigprodukte, stark verarbeitete Lebensmittel und raffinierte Kohlenhydrate belasten den Organismus und stecken voller schädliche Inhaltsstoffe: viel Zucker, Fett, Salz und künstliche Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Aromen und Süßungsmittel. 

Grundsätzlich gilt: je stärker die Lebensmittel verarbeitet sind, desto weniger Nöhrstoffe und Ballaststoffe enthalten sie. Doch gerade die Mikronährstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Minerale sind essentiell für unsere Gesundheit. Nehmen wir zu weniger dieser Nährstoffe zu uns, bekommen wir schnell Mangelerscheinungen. Werden die Mangelerscheinungen nicht beachtet oder falsch gedeutet, können daraus ernste Krankheiten entstehen.

Forscher haben in Untersuchungen herausgefunden, dass das menschliche Immunsystem auf eine fettlastige und kalorienreiche Ernährung vergleichbar empfindlich reagiert wie auf eine bakterielle Infektion. Außerdem ergab die Untersuchung, dass bei dauerhaftem Verzehr von Fertigprodukten und Fast Food das Immunsystem agressiver wird, um den „Angriffen“ auf die Gesundheit standhalten zu können. Die Folge: Der Körper wird anfälliger für Infektionen, Krankheitserreger und weitere schädliche Umwelteinflüsse.

Drastisch ausgedrückt bedeutet dies: Fertigprodukte wie Pommes, Burger mit fettigen Saucen, Tiefkühlpizza und Tütensuppen machen auf lange Sicht krank!

 

Entzündungsfördernde Lebensmittel – Zucker und Süßigkeiten

Schon als kleine Kinder lernen wir spätestens in der Grundschule, dass Zucker schädlich für die Zähne ist, da er die Entstehung von Karies fördert. Doch nicht nur für unsere Zähne ist Zucker ungesund, er macht auf lange Sicht den ganzen Körper krank. Das Heimtückische: Zucker steckt nicht nur in den offensichtlichen Lebensmitteln wie Süßigkeiten, Limonaden, Kuchen und Eis, sondern auch viele Fertigprodukte, Soßen, süße Brotaufstriche, Müslis und Fruchtjoghurts enthalten mehr Zucker, als für uns gut ist. Wenn du beim Einkaufen mal einen Blick auf die Inhaltsstoffliste wirfst, wirst du überrascht sein, wie viele Lebensmittel zusätzlichen Zucker enthalten!

Da Zucker unser Belohnungssystem im Gehirn triggert, das daraufhin Botenstoffe ausschüttet, die uns glücklich machen (allerdings nur für kurze Zeit), hat Zucker enormes Suchtpotenzial. Bestimmt ist dir auch schon aufgefallen, dass es schwer ist, nur ein oder zwei Süßigkeiten zu essen und nicht gleich die halbe Tüte. Wenn wir regelmäßig zuckerhaltige Lebensmittel konsumieren, passt sich unser Belohnungssystem an und das Essverhalten wird vom Kalorienbedarf entkoppelt. Die Folge ist, dass wir automatisch mehr essen und uns überessen. Bereits jetzt ist jeder zweite Deutsche übergewichtig, Tendenz steigend!

Krankheiten wie Übergewicht (Adipositas), Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte sowie viele andere Entzündungsreaktionen können durch einen erhöhten Zuckerkonsum entstehen. Auch Depressionen, Akne, Demenz und eine vorzeitige Hautalterung sind auf einer zuckerhaltige Ernährung zurückzuführen.

Des Weiteren gibt es Hinweise darauf, dass ein hoher Zuckerkonsum das Krebsrisiko steigern und das Wachstum von Krebszellen begünstigen kann.

 

Folgende Probleme können Anzeichen dafür sein, dass du zu viel Zucker zu dir nimmst:

  • Verdauungsprobleme

    • Durch zu viel Zucker wird die Darmflora aus dem Gleichgewicht gebracht, was zu Durchfällen, Blähungen und Verstopfungen führen kann. Um deinen Darm wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sind Zucker und ungesunde Fette ein Tabu. Stattdessen achte auf genügend Obst, Salat und Gemüse sowie ballaststoffreiche Lebensmittel (z.B. Vollkorngetreide, Nüsse, Kerne und Samen). Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut enthalten Milchsäurebakterien, die ebenfalls gut für die Darmflora sind.

  • Häufige Erkältungen

    • Wenn du öfter an Husten oder Schnupfen leidest, ist dies ein Hinweis dafür, dass dein Immunsystem geschwächt ist und nicht richtig arbeitet. Ein hoher Zuckerkonsum geht oft mit einer nährstoffarmen Ernährung einher. Wenn du also viele Fertigprodukte, Süßigkeiten und süße Getränke verzehrst, nimmst du zu wenig Vitamine und Mineralstoffe durch die Nahrung auf, wodurch das Immunsystem geschwächt wird. 

  • Kopfschmerzen und Migräne

    • Da ein Zusammenhang zwischen hohem Zuckerkonsum und Kopfschmerzen bzw. Migräne besteht, solltest du darauf achten, zuckerhaltige Lebensmittel für einige Zeit aus deinem Speiseplan zu verbannen und zu beobachten, ob sich eine Verbesserung einstellt.
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit

    • Durch raffinierten Zucker, beispielsweise in Form von Süßigkeiten, bekommt dein Körper einen schnellen Energieschub, da der Blutzuckerspiegel ansteigt. Dieser Zustand hält jedoch nicht lange an und danach fällt der Blutzuckerspiegel wieder ab. Es kommt zu einem Energiedefizit, wodurch man sich müde und energielos fühlt. Wenn du dann wieder Zucker isst, entsteht schnell ein Teufelskreis aus Tiefs und Hochs. Besser ist es, Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, die langanhaltend sättigen und den Blutzuckerspiegel nicht schnell steigen und wieder fallen lassen. So fühlst du dich den ganzen Tag fitter und energiegeladen.

  • Pickel, Akne und Cellulite

    • Wenn wir Zucker essen und der Blutzuckerspiegel zu schnell ansteigt, kann unser Körper nicht den ganzen Zucker auf einmal verarbeiten. Der überschüssige Zucker bindet sich im Blut an die Proteine Kollagen und Elastin, welche eigentlich dafür verantwortlich sind, dass die Haut straff und rein ist. Als Folge können Entzündungen, Hautunreinheiten, Akne und Cellulite entstehen und Falten begünstigt werden. Um dem vorzubeugen, ist es wichtig, neben einem niedrigen Zuckerkonsum immer viel zu trinken, am besten Wasser und ungesüßten Tee.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt für Erwachsene nicht mehr als 50 Gramm Zucker pro Tag, das entspricht circa 10 Teelöffeln. Darin inbegriffen sind alle Zuckerarten, die Speisen und Getränken beigefügt werden sowie jener Zucker, der natürlich in Honig, Sirup, Fruchtsaftkonzentraten und Fruchtsäften vorkommt.

 

Gerne kannst du dich mit Gleichgesinnten in der Biobeth-Community zu diesem Thema und zu vielen weiteren spannenden Themen austauschen. Viel Spaß!